FOMO: Warum wir ständig Angst haben, etwas zu verpassen

Was ist FOMO wirklich?

Hast du schon einmal gespürt, dass du etwas Wichtiges verpasst, nur weil du dein Handy nicht in der Hand hast? Oder dass alle anderen spannende Dinge erleben, während du einfach… hier bist?

Dieses Gefühl hat einen Namen: FOMO – Fear of Missing Out.

FOMO ist nicht nur ein Modewort. Es beschreibt eine reale Form von Angst und Unruhe, die in unserer hypervernetzten Welt Millionen von Menschen betrifft.

Warum wir ständig online sein wollen

FOMO entsteht oft durch soziale Medien.

Wenn wir sehen, wie andere Freunde reisen, feiern oder scheinbar perfekte Leben führen, fragt sich unser Gehirn: “Bin ich am falschen Ort? Verpasse ich Chancen?”

Darum greifen wir unbewusst immer wieder zum Handy, checken Likes, Stories oder Nachrichten – aus Angst, außen vor zu bleiben.

Beispiele aus dem Alltag

• Du siehst eine Story von Freunden in einem Restaurant und fühlst dich ausgeschlossen.

• Auf Instagram entdeckst du Reisen, die du dir nicht leisten kannst – und fragst dich, ob dein Leben zu langweilig ist.

• In der Finanzwelt führt FOMO dazu, dass Menschen in “die nächste große Investition” springen – aus Angst, sonst nie reich zu werden.

Die Folgen von FOMO für deine Psyche

FOMO ist nicht harmlos. Es kann zu einer Reihe von Problemen führen:

  • Anxiety und Nervosität – das ständige Gefühl, nicht genug zu tun.
  • Niedriges Selbstwertgefühl – der Vergleich mit scheinbar besseren Leben.
  • Konzentrationsschwäche – weil du immer das Gefühl hast, online etwas zu verpassen.
  • Impulsives Verhalten – schneller Konsum, digitale Abhängigkeit oder riskante Entscheidungen.

Ist FOMO nur ein Problem der Jugend?

Nein. Auch Erwachsene, Studierende und Berufstätige sind betroffen.

FOMO steckt in allen Altersgruppen – im verpassten Meeting, beim fehlenden Investment, bei den Likes, die nicht kommen.

Wie du FOMO erkennst und bewusster damit umgehst

Der erste Schritt ist, das Muster zu erkennen.

Frage dich:

  • Greife ich wirklich aus Interesse zum Handy – oder nur, weil ich Angst habe, etwas zu verpassen?
  • Mache ich Dinge für mich – oder um mithalten zu können?

Schlussgedanke

FOMO erinnert uns daran, wie sehr wir uns mit anderen vergleichen. Doch sobald du verstehst, wie es funktioniert, kannst du klarer sehen, was dir wirklich wichtig ist.

Vielleicht ist der wahre Luxus heute nicht, überall dabei zu sein – sondern in Ruhe das zu genießen, was gerade vor dir liegt.

👉 Mehr über FOMO, digitale Psychologie und den Einfluss sozialer Medien findest du in unserem Video auf dem PsyLife-YouTube-Kanal.

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